Leistungen zur schulischen Integration
Seit ca. 10 Jahren werden von uns
Schulbegleiter/innen in den umliegenden Regelschulen eingesetzt, da die Kinder und Jugendlichen, die neu zu uns kommen, in der Regel nicht oder nicht mehr in der Lage sind, den schulischen Anforderungen gerecht zu werden.
Am Anfang standen Überlegungen, eine einrichtungsinterne Unterrichtung anzubieten. Wir entschieden uns dagegen, weil wir den Kindern/Jugendlichen ein möglichst "normales" Leben in ihrem Sozialraum ermöglichen wollten. Durch unterschiedliche Klassen wird jeder in ein anderes soziales Umfeld eingebettet. Das bedeutet die Möglichkeit von individuellen Erfahrungen und eigenen Freundschaften, unabhängig von der Wohngruppe.
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Konzeption Integration/Reintegration in den Regelschultag
Eine Schulbegleitung wird von uns eingesetzt z.B. bei Schülern,

die Schule verweigern und nicht hingehen

die Schule aus vielfältigen Gründen ablehnen und die Mitarbeit verweigern

die unter Angstzuständen leiden

die vermeintlich nicht gruppenfähig sind

deren Sozialverhalten einem adäquaten Umgang mit Lehrern und Mitschülern entgegensteht

die große Lerndefizite haben

die auf Überforderung mit Unruhe und Flucht reagieren.
Der Tätigkeitsbereich der Schulbegleitung umfasst im Wesentlichen folgende Punkte:
Integration in das schulische Leben:

Begleitung auf dem Weg zur Schule und zurück in die Einrichtung

Annäherung des Kindes/Jugendlichen an die Institution Schule durch Einzelunterricht in der Schule

Begleitung in den Pausen

Abklären des Leistungsstandes und Aufarbeiten von Wissenslücken

Annäherung an den Klassenverband durch Hinzuziehen von Schülern der zukünftigen Klasse in den Einzelunterricht

Stundenweise Beteiligung am Klassenunterricht

Volle Integration in den Unterricht

Begleitung von Klassenausflügen und -reisen
Heranführen an die Arbeitshaltung und den Wissensstand der Klasse:

Anwesenheit in der Klasse ermöglicht schnelles Eingreifen in Krisen (bis zur zeitweiligen Herausnahme)

Förderung der Konzentration, Lernfähigkeit und Lernbereitschaft

Heranführen an eine strukturierte Arbeitshaltung
Schnittstelle zwischen Schule und Einrichtung:

Ansprechperson für das Lehrerkollegium

Täglicher Informationsaustausch über den Ist-Stand (psychisch, physisch, kognitiv)

Erstellung von schulischen Entwicklungsberichten

Teilnahme an Elternabenden

Teilnahme an Teamsitzungen der Einrichtung

Teilnahme an Hilfeplangesprächen

Teilnahme an einrichtungsinterner wöchentlicher Schulrunde
Dauer:
Erfahrungsgemäß ist je nach Problematik des Kindes von 1 bis 2 Jahren Schulbegleitung auszugehen. Die Maßnahme wird regelmäßig überprüft.
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